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Waermedaemmung.info - Verbraucherportal

Wärmebildkamera

Eine Wärmebildkamera visualisiert die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung. Eine Wärmebildkamera nimmt im Allgemeinen die Infrarotstrahlung im Wellenlängenbereich von 3,5 bis 14 Mikrometern auf. Durch eine Wärmebildkamera können Schwachstellen bei der Dämmung von Häusern dargestellt werden.

Funktionsweise

Mit der Wärmebildkamera werden die Temperaturen dargestellt, die ein Gebäudeteil abstrahlt. Wird die Skala richtig gewählt, können so zu große Temperaturunterschiede sichtbar gemacht werden. Wichtig dabei ist: Die Aufnahmen sind nur zuverlässig, wenn bestimmte Mindestunterschiede zwischen dem Haus und der Umgebungstemperatur liegen. Deshalb sollten Bilder mit der Wärmebildkamera am frühen Morgen und in den Wintermonaten aufgenommen werden. Gerade am Nachmittag können die Hauswände durch die Sonneneinstrahlung so aufgeheizt sein, dass die Ergebnisse verfälscht werden.

Interpretation der Wärmebilder

Infrarotkameras erzeugen normalerweise Bilder in Graustufen. Um die Ergebnisse leichter interpretieren zu können und besser zu visualisieren, werden sie eingefärbt. Die Einfärbung erfolgt so, dass kühle Temperaturen in Blautönen und wärmere Temperaturen über gelb zu rot für heiße Temperaturen dargestellt werden. Hier liegt ein Schwachpunkt der Wärmebilder: Es gibt keine verlässliche Einfärbung. Experten fordern deshalb, dass die Bilder nach den sogenannten „Regeln der Darstellungsneutralität“ eingefärbt werden. Das heißt, es sollten alle Bilder die gleiche Farbpalette benutzen, für Außenaufnahmen sollte die Umgebungstemperatur bei rund 20 % der Skala liegen, bei Innenaufnahmen bei 70 %. Es ist natürlich ein Leichtes, hier zu „schummeln“. Wird die Farbskala entsprechend gewählt, wirkt auch ein energiesparendes Passivhaus wie eine Energieschleuder.

Schwachstellen in der Wärmedämmung aufdecken

Mit einer fachgerecht durchgeführten Thermografie können Schwachstellen leichter erkannt werden. Zudem kann nach erfolgter Wärmedämmung die Effektivität der Maßnahme dargestellt werden. Wärmebildkameras zeigen neben der Wirksamkeit von Wärmedämmmaßnahmen auch, wie dicht Türen und Fenster schließen, ob Wärmebrücken an Rollladenkästen oder Balkonanschlüssen vorliegen und helfen so auch, Schimmelbildung vorzubeugen.

Fachgerechte Durchführung

Aufnahmen von Wärmebildkameras können als Entscheidungsgrundlage für die richtige und effiziente Wärmedämmung helfen. Es besteht auch für Laien die Möglichkeit, Wärmebildkameras zu mieten. Auf den ersten Blick mag dies preiswerter erscheinen. Allerdings sollten die Aufnahmen von zertifizierten Thermografen gemacht werden, gerade wenn es um die fachgerechte Durchführung der Aufnahmen und um ihre Interpretation geht.