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EnEV 2009

Die Energieeinsparverordnung 2009, kurz EnEV 2009, trat am 01.10.2009 in Kraft. In der EnEV werden die Standards und Anforderungen festgelegt, die beim Bau und bei der Sanierung von Wohn- und Bürogebäuden hinsichtlich des Energieverbrauchs einzuhalten sind. Dabei geht es um den jährlichen Primärenergie-Verbrauch und den Wärmeschutz.

Anwendungsbereich der EnEV

Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung müssen sowohl für Neubauten als auch bei Änderungen, An- oder Ausbauten von Bestandsgebäuden erfüllt werden. Die EnEV ist für Bauherrn besonders wichtig, da die Anforderungen weit reichenden Einfluss auf die Wahl der Heiztechnik, Fenster, Bauweise und Wärmedämmung haben. Zudem wird ohne Erfüllung der EnEV keine Baugenehmigung erteilt. Zu beachten ist jedoch, dass die EnEV auch für Vorhaben gilt, für die keine Baugenehmigung erforderlich ist. Die Kontrolle bestimmter Aspekte wurde auf den Schornsteinfeger übertragen.

Jahres-Primärenergiebedarf

In der EnEV 2009 wurden die Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf gegenüber der Vorgängerfassung um ca. 30% verschärft. So liegen nach der EnEV 2009 die maximal zulässigen Jahresenergieverbräuche pro Quadratmeter je nach Hausart (Neubau, frei stehendes Einfamilienhaus, Reihenhaus, Doppelhaus oder Mehrfamilienhaus) zwischen 58 und 87 Kilowattstunden.

Wärmeschutz

In der Energieeinsparverordnung wird der Gebäudewärmeschutz über den sogenannten Transmissionswärmetransferkoeffizienten festgelegt. Das ist der Wärmeverlust, der durch die Außenhülle entweicht (z.B. durch Fenster, Wände, Keller oder Dach). Die Höchstwerte des Transmissionswärmeverlusts liegen nach EnEV 2009 zwischen 0,4 und 0,65 W pro Quadratmeter. Damit wurden die Anforderungen gegenüber der Vorgängerverordnung um rund 15 % verschärft. Für Nichtwohngebäude fordert die EnEV auch den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes etwa durch Sonnenschutzglas oder andere Sonnenschutzmaßnahmen.

Dachdämmung

Nach EnEV müssen Dachböden bis Ende 2011 gedämmt werden, wobei Eigentümer, die vor 01.02.2002 schon in ihrem Haus wohnten, von dieser Pflicht freigestellt sind. Sie muss auch dann nicht durchgeführt werden, wenn die Dachdämmung unwirtschaftlich wäre.

Heizungstechnik

Die EnEV enthält zudem Vorschriften zur Heizungstechnik. Demnach sollen zum Beispiel elektrische Nachtspeicherheizungen nach und nach außer Betrieb genommen werden. Aber auch hier gilt die Einschränkung „bei Wirtschaftlichkeit“. Ebenso müssen Heizungs- und Warmwasserrohre gedämmt werden.

Energieausweis

Laut Energieeinsparverordnung muss bei Vermietung oder Verkauf des Hauses ein Energieausweis vorgelegt werden. Dieser basiert auf dem Energiebedarf oder dem Energieverbrauch. Die Bundesländer haben geregelt, wer diese Energieausweise ausstellen darf.

Ausblick

Die Energieeinsparverordnung 2009 basiert auf dem Energieeinsparungsgesetz und europäischen Richtlinien. Die in ihr festgelegten Werte für Primärenergiebedarf, Wärmeschutz, Wärmeverluste, Heiz- und Trinkwasserwärmebedarf und die entsprechenden Berechnungsmethoden müssen eingehalten und berücksichtigt werden, sonst drohen hohe Bußgelder. Mit einer weiteren Verschärfung ist mit der Novelle der EnEV 2012 zu rechnen.