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Waermedaemmung.info - Verbraucherportal

Energieausweis

Mit dem Energieausweis soll Käufern oder Mietern einer Immobilie eine Übersicht zum Energiebedarf ermöglicht werden. Seit 2009 muss für Wohn-und Nichtwohngebäude ein Energieausweis bei Verkauf oder Vermietung vorgelegt werden. Im folgenden Artikel werden die wesentlichen Fragen zum Energieausweis kurz betrachtet.

Rechtslage

Laut Abschnitt 5 § 16 der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 muss beim Neubau eines Hauses der Bauherr dafür sorgen, dass „… ihm … oder dem Eigentümer des Gebäudes ein Energieausweis … unter Zugrundelegung der energetischen Eigenschaften des fertiggestellten Gebäudes ausgestellt wird. Satz 1 ist entsprechend anzuwenden, wenn 1. an einem Gebäude Änderungen im Sinne der Anlage 3 Nr. 1 bis 6 vorgenommen oder 2. die Nutzfläche der beheizten oder gekühlten Räume eines Gebäudes um mehr als die Hälfte erweitert wird …“ Diese Pflicht zur Ausstellung eines Energieausweises gilt auch, wenn ein schon bestehendes Gebäude, ein mit einem Gebäude bebautes Grundstück oder eine Wohnung verkauft wird. Dann muss der Verkäufer dem Käufer „auf Verlangen“ den Energieausweis vorlegen, bei Unterlassung drohen hohe Bußgelder. Ausgenommen sind Häuser, die unter Denkmalschutz stehen.

Welcher Energieausweis ist der richtige?

Der Energieausweis kann entweder auf Grundlage des Energiebedarfs oder des Energieverbrauchs erstellt werden. Bei Neubauten und bei alten Gebäuden, die schon vor 1977 gebaut wurden und nicht die Wärmeschutzverordnung 1977 erfüllen, muss der Energieausweis auf Grundlage des Energiebedarfs erstellt werden.

Bedarfsausweis

Beim Bedarfsausweis werden die Gebäudedaten und die Anlagentechnik (Heizung und Warmwasserversorgung) betrachtet. Auf dieser Grundlage wird dann ein normierter Primärenergiebedarf ermittelt. Daraus ist ersichtlich, ob ein hoher oder niedriger Energieverbrauch zu erwarten ist. Dieser Energieausweis ist insbesondere zum Vergleich von Gebäuden geeignet, weil das Nutzerverhalten nicht in die Bewertung mit eingeht. Der Bedarfsausweis hat jedoch zwei Nachteile: Er ist für Laien schlechter zu interpretieren und er ist deutlich aufwendiger und damit teurer.

Verbrauchsausweis

Beim Vebrauchsausweis wird lediglich anhand des Energieverbrauchs der letzten drei Jahre der durchschnittliche Verbrauch ermittelt. Auch hier wird dann – klimabereinigt – der Verbrauch auf einer farbigen Skala eingetragen, sodass gleich ersichtlich ist, ob ein niedriger oder hoher Verbrauch vorliegt. Dieser Verbrauchsausweis ist sehr preiswert, da die Werte aber sehr stark vom Nutzerverhalten abhängen, auch nicht sehr aussagekräftig.