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Waermedaemmung.info - Verbraucherportal

Blower Door Test

Der Energieverbrauch eines Hauses wird nicht nur durch die Wärmedämmung bestimmt, sondern auch durch die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle. Für die Luftdichtigkeitsmessung von Gebäuden hat sich der englische Fachbegriff ‚Blower-Door-Test“ durchgesetzt. Die wesentlichen Punkte zum Blower-Door-Test werden in diesem Artikel dargestellt.

Wie wird ein Blower-Door-Test durchgeführt?

Ein Blower-Door-Test wird nach DIN 13829 durchgeführt und kann danach entweder im „Nutzungszustand“, also wenn das Haus schon bewohnt ist, oder während der Bauphase nach Fertigstellung der luftdichten Schicht stattfinden. Im zweiten Fall besteht dann die Möglichkeit, Fehler leichter zu beheben. Für den Test selbst werden im Hausinnern alle Türen offen gehalten, die Außentüren und Fenster werden geschlossen beziehungsweise verklebt. Dann wird in eine Außentür oder ein Fenster der Ventilator eingebaut und mit diesem eine Druckdifferenz von 50 Pascal erzeugt. Währenddessen können mit einer Wärmebildkamera oder Nebelgeräten die Leckagestellen geortet werden.

Warum sollte ein Blower-Door-Test durchgeführt werden?

Ein Blower-Door-Test ermittelt die stündliche Luftwechselrate des Gebäudes, die für Neubauten laut EnEV bei 3, für Häuser mit Lüftungsanlage bei nur 1,5 und bei Passivhäusern bei 0,6 liegen sollte. Der Nachweis des Tests ist gerade bei energetischen Sanierungen oft Voraussetzungen für eine Förderung und bei einer nachträglich angebrachten Wärmedämmung sinnvoll zur Verhinderung von Schäden durch Kondensation in der Wärmedämmung. Mit dem Blower-Door-Test kann zudem Schimmelbildung vermieden werden.

Was kostet ein Blower-Door-Test?

Der Blower-Door-Test, der üblicherweise zwischen drei und vier Stunden dauert, kostet für ein Einfamilienhaus rund 400 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Leckageortung, die von dem gewählten Verfahren abhängen. Vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle können Fördermittel von maximal 100 Euro beantragt werden, wenn der Test im Rahmen einer Energiesparberatung erfolgt.

Fazit

Ein Blower-Door-Test ist im Rahmen einer nachträglichen Wärmedämmung eines Gebäudes absolut notwendig, um Wärmebrücken feststellen zu können und so der Entstehung von Schimmel vorzubeugen. Für Neubauten stellt ein Blower-Door-Test ein Instrument zur Qualitätskontrolle der Baudurchführung dar und ist laut EnEV vorgeschrieben.