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Waermedaemmung.info - Verbraucherportal

Dachboden dämmen

Die Energieeinsparverordnung verlangt von jedem Hauseigentümer, der nicht schon 2002 in dem selbst genutzten Ein- oder Zweifamilienhaus wohnte, bis 2011 das Dach zu dämmen. Ist der Dachboden unbeheizt, so reicht es, die oberste Geschossdecke zu dämmen. Mit dieser Maßnahme können die Energie- und Wärmeverluste um rund zehn Prozent vermindert werden.

Vorgaben der Energieeinsparverordnung

Die EnEV 2009 schreibt Hausbesitzern vor, dass bis Ende 2011 Decken zu unbegehbaren Dachböden zwingend gedämmt werden müssen. Ab 2012 müssen auch begehbare Dachböden gedämmt werden. Diese Pflicht entfällt, wenn das Dach mit einer Zwischen-, Unter- oder Außensparrendämmung selbst gedämmt ist. Bei einem Eigentümerwechsel muss der neue Eigentümer die Dämmung nachweisen. Verlangt wird laut EnEV 2009 ein maximaler Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 Wm2K. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Wert mit der Novelle der EnEV 2012 verschärft wird.

Aufbau der Dämmung des Dachbodens

Der Dachboden lässt sich mit unterschiedlichen Maßnahmen dämmen. Soll der Dachboden nach der Dämmung begehbar bleiben, so müssen entsprechend trittfeste Dämmmaterialien oder ein aufwendiger Aufbau der Dämmung erfolgen. Auf die Dielen des Dachbodens oder die Betondecken werden im Allgemeinen die Dämmstoffe als Rollenware oder Platten vollflächig aufgebracht. Um die vorgegebenen Wärmedurchgangskoeffizienten zu erzielen, sind Dämmstoffdicken von mindestens 12 bis 14 cm notwendig. Ist genügend Platz vorhanden, kann die Schicht auch dicker gewählt werden. Mit Hochleistungsdämmstoffen können auch geringere Dicken möglich werden. Auf den Dämmstoff werden dann trittfeste Platten, zum Beispiel Spanplatten angebracht. Möglich ist bei Holzbalkendecken auch eine Einblasdämmung, zum Beispiel mit Zelluloseflocken. Bei Holzbalkendecken muss eine Dampfsperre unter der Dämmsicht eingebaut werden. Als Alternative besteht die Möglichkeit, den Dachboden von unten zu dämmen. Hierbei werden an die oberste Decke zum Beispiel Styroporplatten geklebt.

Dämmstoffe

Zur Dämmung des Dachbodens können fast alle bekannten Dämmstoffe eingesetzt werden. Die Auswahl des passenden Dämmstoffs sollte von dem erreichbaren Wärmedurchgangskoeffizienten abhängen. Infrage kommen insbesondere Polystyrolplatten, Platten aus Mineralwolle, Steinwollematten oder Polyurethan, Zelluloseflocken und Perlite. Geschickte Heimwerker können ihren Dachboden durchaus in Eigenleistung dämmen.