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Waermedaemmung.info - Verbraucherportal

Dachdämmung

Durch eine gute Wärmedämmung kann erheblich Energie eingespart werden. Ein erster Schritt sollte auf jeden Fall die Dachdämmung sein, die auch als einzelne Maßnahmen, ebenso wie etwa der Austausch der Fenster, durchaus sinnvoll ist. Durch ein ungedämmtes Dach können zwischen 15 Prozent und 25 Prozent der Wärmeenergie entweichen. Im folgenden Artikel werden die unterschiedlichen Arten der Dachdämmung vorgestellt.

Aufbau der DachdämmungZwischensparrendämmung

Die Zwischensparrendämmung ist die häufigste Art der nachträglichen Dachdämmung bei Altbauten. Dabei werden Dämmplatten oder -matten zwischen den Sparren des Daches angebracht. Als Wärmedämmstoff kommen ganz verschiedene Materialien wie Mineralwolle, Polystyrol, PUR-Hartschaum, Holzfaser, Glaswolle oder Kork infrage.

Untersparrendämmung

Ist die Zwischensparrendämmung zu dünn, um ordentliche Dämmwerte zu erzielen, kann zusätzlich eine Dämmschicht unter den Sparren angebracht werden. Sie wird dann entweder direkt auf der Zwischensparrendämmung zusätzlich aufgebracht oder auf die schon vorhandene Verkleidung geklebt. Durch die Zwischensparrendämmung kann auch gut eine unregelmäßige, schiefe Dachstuhllattung begradigt werden. Für diese Dachdämmung eigenen sich dünne, flexible Matten aus Mineralwolle oder nachwachsenden Rohstoffen besonders.

Aufsparrendämmung

Mit einer Aufsparrendämmung kann man im Altbau ein Dach dämmen, wenn sowieso das Dach erneuert wird. Diese Dachdämmung wird von außen auf die Sparren montiert. Die Aufsparrendämmung kommt aber auch dann infrage, wenn der Dachraum schon ausgebaut und bewohnt wird und eine andere Dämmung daher nicht möglich ist.

Vorgaben der EnEV für die Dachdämmung

Mit der EnEV 2009 wurden die Anforderungen an die Dachdämmung sowohl für Altbauten wie auch für Neubauten weiter verschärft. Bei Neubauten muss man das Dach so dämmen, dass ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,2 W/m2K eingehalten wird. Bei Sanierung von Bestandsgebäuden ist das Dach so zu dämmen, dass ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 W/m2K , bei Flachdächern 0,2 W/m2K erreicht wird. Dies muss durch die sogenannte Unternehmererklärung nachgewiesen werden, die die ausführenden Handwerksbetriebe ausstellen müssen. Bis Ende 2011 muss jedes Dach gedämmt sein, Ausnahme bilden Ein- und Zweifamilienhäuser, die seit 2002 vom Eigentümer selbst bewohnt sind.